Ein Herz mit Haaren drumherum, so nennen ihn seine Freunde und Liebhaber – den Berger
de Brie, oder kurz Briard. Ursprünglich stammt der Briard aus Frankreich. Als Hütehund,
vorwiegend an Schaf- und Viehherden, ist er ein intelligenter, sensibler, bewegungsfreudiger
und sehr temperamentvoller Geselle.
Seine Bewegungen sind geschmeidig und fliessend (ähnlich einer Raubkatze) und bei
keiner anderen Rasse in dieser Schönheit zu finden. Seine Eigen-schaften als sehr
gelehriger und selbstständig arbeitender Hund führten dazu, dass der Briard im 1.
Weltkrieg als Verwundetensuchhund und als Nachrichtenüberbringer eingesetzt wurde.
Da er heute kaum noch in seiner ursprünglichen Funktion eingesetzt wird, erobert
er sich seine Familie als neue „Herde“, die es zu beschützen und zu bewachen gilt.
Die Kinder finden im Briard einen vorsichtigen und liebe-vollen Freund. Richtig gehalten
und erzogen ist der Briard ein anhänglicher, verschmuster Wegbegleiter, der glücklich
ist, wenn er mit den Seinen zusammen sein darf. Sein nicht ganz einfacher Charakter
erfordert jedoch Menschen mit Hundeverständnis, damit er sich richtig entfalten kann.
Seit etwa 30 Jahren wird er in Deutschland gezüchtet und findet immer mehr Liebhaber.
Inzwischen gibt es in Deutschland zwei Zuchtverbände, die dem VDH angeschlossen sind,
den Club für französische Hirtenhunde (CfH) und den Briard Club Deutschland (BCD).
Ziel ist es, durch kontrol-lierte Zucht, den Berger de Brie möglichst in seiner
Originalität zu erhalten.
Fell und Farben
Das Haar ist lang, gedreht und trocken mit leichter Unterwolle. Die Farben sind schwarz,
grau und fauve.
Wichtig ist die Gleichmässigkeit der Farbe. Fauve (weizenfarben) muss einen warmen
Farbton haben und darf nicht zu hell sein. Bitte nicht erschrecken, wenn Ihr fauver
Briard im ersten Jahr sehr hell wird, er dunkelt wieder nach. Seine endgültige Farbe
hat er ungefähr mit drei bis vier Jahren. Waschen sollten Sie den Briard nur, wenn
unbedingt nötig, in allen anderen Fällen reicht ein Bad mit klarem Wasser oder ein
Bad in der Natur. Sollte Schnee gefallen sein, hat sich ein fetthaltiges Spray für
die Füße und den Beinbehang gut bewährt.
Größe
Hündinnen dürfen, laut Rassestandard, 56 bis 64 cm und die Rüden 62 bis 68 cm groß
werden.
Es gibt natürlich noch einige andere Kriterien die ein Briard, für den Rassestandard,
erfüllen muss, dies soll nur ein kleiner Querschnitt sein.
Charakter
Der Briard ist ein Hütehund, dies sagt bereits viel über seinen Charakter aus. Im
Standard steht geschrieben: „rustikaler Hund, wendig, muskulös und gut proportioniert,
mit lebhaftem und aufgewecktem Benehmen, weder aggressiv noch ängstlich. “ Seiner
Familie ist der Briard treu ergeben, er zeigt sich verspielt, aufgeweckt, verschmust
und lebensfroh. Fremden gegenüber ist er jedoch eher zurückhaltend und distanziert.
Gibt man ihm aber die Zeit zum "Kennenlernen", nimmt er auch zu Fremden gerne Kontakt
auf. Der Briard ist kein Hund für eine Zwingerhaltung!
Im Alltag ist er ein sehr temperamentvoller Hund mit schneller Auf-fassungsgabe,
Charme und viel Fröhlichkeit. Das Bewachen liegt ihm im Blut. Sein Bedürfnis mit
seiner Herde zu leben, erfordert von seinen Menschen viel Engagement, denn er braucht
viel Bewegung (er wird mit Begeisterung mit Ihnen Rad fahren), Spiel und eine Aufgabe.
Er wird unglücklich sein, wenn Sie ihm diese Möglichkeiten nicht bieten. Der Briard
ist immer be-müht, es Ihnen Recht zu machen und die ihm gestellten Aufgaben zu er-füllen.
Manchmal liegt eher in seiner überschäumenden Begeisterung das Problem der Ausbildung.
Briard's finden wir in Rettungshundestaffeln, beim Agility, im Breitensport, an der
Herde, im Obedience, beim Dog Dancing, in der Schutzhundeausbildung, bei der Fährtenarbeit
und so weiter… Sie sehen, egal was, Hauptsache Beschäftigung und Bewegung, er ist
nahezu ein Hund für alle Fälle!